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Brand Faces — warum wir keine Mass-Influencer-Kooperationen mehr machen

Reichweite war gestern die Pflicht. Heute ist sie nicht mehr die Antwort. Wie Brand Faces die Mass-Influencer-Krise lösen — mit MaxiNutrition-Case.

Wir machen keine Mass-Influencer-Kooperationen mehr. Nicht weil wir es nicht könnten — sondern weil wir gesehen haben, dass sie für unsere Kunden nicht funktionieren. Hier ist, was wir stattdessen aufsetzen.

Die Mass-Influencer-Krise — kurz erklärt

Vor sechs Jahren hat man eine Marke mit 200 Mikro-Influencern in einer Saison hochgepusht. 200 Posts, 200 Code-Rabatte, Reichweiten-Reports im Wochentakt. Das funktionierte — bis es nicht mehr funktionierte. Heute sehen Communities auf Instagram und TikTok einen Code-Rabatt-Post von 10 Metern und scrollen weiter. Werbung, die nicht mehr Werbung ist, ist nicht mehr glaubwürdig.

Drei Symptome, die wir bei Neukunden täglich sehen: Reichweite steigt, Verkauf stagniert. Engagement-Rate fällt unter 2 % bei eigentlich gut performenden Creator-Profilen. Kommentare drehen sich um den Rabattcode, nicht um die Marke. Wenn diese drei Signale zusammen auftauchen, ist es Zeit für ein neues Setup.

Was Brand Faces stattdessen sind

Brand Faces sind feste, wiedererkennbare Gesichter, die eine Marke über mehrere Monate begleiten. Drei bis sieben Menschen pro Marke. Sie posten nicht für euch. Sie sind Teil eurer Marke. Sie tauchen auf eurer Website auf, in euren Reels, auf euren Events, manchmal in eurem Newsletter. Sie repräsentieren eine Welt eurer Zielgruppe — und werden über Monate selbst zur Marke.

Der Unterschied ist nicht semantisch. Ein Influencer fragt: „Was bringt mir das?" Ein Brand Face fragt: „Was baue ich hier mit?"

Wir machen aus Kooperationen Beziehungen. Aus Reichweite Gemeinschaft. Aus Käufer:innen Fans.

Mini-Case: MaxiNutrition — vier Welten, vier Faces

MaxiNutrition ist eine der bekanntesten Fitness-Food-Marken Deutschlands. Vor unserer Zusammenarbeit hat die Marke mit klassischen Influencer-Programmen gearbeitet — viele Creator, viele Posts, viele Codes. Reichweite war vorhanden. Markenbindung nicht.

Wir haben das Programm radikal umgebaut. Statt 80 Kooperationen pro Quartal haben wir vier Brand Faces aufgebaut — eine pro Fan-Welt:

Lifestyle: Eine Lifestyle-Creatorin, die MaxiNutrition als Teil eines aktiven Alltags zeigt, nicht als Produkt-Werbung. Yoga-Setup im Wohnzimmer, Smoothie vor dem Spaziergang, Riegel auf einer Bergtour. Die Marke ist da, ohne im Vordergrund zu stehen.

Gym: Ein Kraftsport-Athlet, der wirklich kompetent ist — nicht der zufällige Fitness-Influencer mit Six-Pack. Er nutzt MaxiNutrition seit Jahren, kennt jede Produktnuance, erklärt Anwendungen auf eine Art, die niemand „bezahltes Posting" rufen kann.

Run & Fun: Eine Läuferin und Community-Organisatorin. Sie bringt MaxiNutrition in die Lauf-Szene rein — bei Race-Vorbereitungen, bei Recovery, bei Community-Events. Reichweite kommt durch echte Empfehlung.

Leistungssport: Eine ambitionierte Triathletin, die im echten Wettkampf-Kontext zeigt, was sich mit guter Sport-Ernährung erreichen lässt. Andere Zielgruppe, anderes Tempo, anderer Look.

Vier Menschen. Vier Welten. Ein konstanter Marken-Sound. Statt vieler kleiner Werbe-Momente eine Geschichte, die sich über Monate aufbaut. Genau das, was wir mit „Aus Käufer:innen Fans" meinen.

Wann es funktioniert — und wann nicht

Funktioniert bei: Lifestyle-Marken, Food, Beauty, Sport, Fashion, Hotellerie. Überall, wo Identifikation und Lebensgefühl Teil der Marke sind. Auch B2B — eine Brand Face kann eine Geschäftsführer:in eines Kunden sein, eine Beraterin, ein Experte aus der Branche. EVRST, eine unserer Kunden im aktiven Lifestyle, hat das Konzept auf Event-Format übertragen — feste Co-Hosts pro Sportart.

Funktioniert nicht bei: Pure Reichweiten-Kampagnen (TV-Launch, Plakat-Replikate auf Social), schnellen Promo-Aktionen (Black Friday), reinen B2B-Industrie-Kunden ohne Markenbild. Da bleibt klassisches Influencer-Marketing oft die richtige Wahl.

Was es kostet — und was klassische Kampagnen kosten

Ein Brand-Faces-Programm ist nicht günstiger als klassisches Influencer-Marketing — aber ihr kauft kein Tages-Reichweiten-Volumen, sondern ein wachsendes Marken-Vermögen. Drei feste Brand Faces ersetzen 50 bis 100 One-off-Kooperationen plus die Werbe-Kampagnen, die ihr eh produziert hättet. Im Erstgespräch zeigen wir euch transparent, wie sich das Verhältnis zu eurer aktuellen Kanal-Investition verschiebt — ohne dass wir hier in der Öffentlichkeit Zahlen werfen, die ohne euren Kontext nichts wert sind.

Wichtiger als der Preis: ihr baut etwas, das in zwei Jahren noch existiert. Klassische Kampagnen sind tot, sobald sie ausgeliefert sind. Brand Faces wachsen über Monate. Im Idealfall werden sie selbst zur Marke. Lilly Wittrock — meine Co-Founder — sagt es so: „Brand Faces sind das Mindeste, was eine Marke 2026 noch bauen muss, wenn sie in fünf Jahren noch existieren will."

Wie wir das aufsetzen

Schritt 1 — Zielgruppen-Welten definieren. Eine Brand Face pro Welt. Lieber drei klar getrennte Welten als sechs unscharfe.

Schritt 2 — Casting mit Substanz. Wir suchen nicht nach Followern, sondern nach Charakteren. Eine Mitarbeiterin von euch kann genauso wirken wie ein 200k-Account — manchmal sogar besser.

Schritt 3 — Story-Bogen pro Brand Face. Was passiert mit ihr/ihm über 12 Monate? Welche Episoden, welche Höhepunkte, welche Begegnungen mit anderen Brand Faces? Wir schreiben das wie eine Serie.

Schritt 4 — Produktion + Veröffentlichung. Vier Production-Tage pro Quartal. Daraus jeden Monat zwei bis drei Reels pro Face, plus Stills, plus eine Story-Reihe, plus ein gemeinsamer Event-Auftritt im Quartal.

Schritt 5 — Messung. Nicht Reichweite. Sondern: Wer hat in dem Quartal das erste Mal von der Marke gehört? Wer hat eine Empfehlung an Freunde ausgesprochen? Wie viele Wieder-Käufer:innen kommen?

Wenn ihr noch Mass-Kooperationen fahrt

… und das Gefühl habt, dass die Reichweite-Zahlen schön sind, der Verkauf aber nicht hinterherkommt — meldet euch. Wir setzen uns hin und schauen mit euch, ob Brand Faces euer richtiger nächster Schritt sind. Auch wenn die Antwort nein ist, hilft das Gespräch — euch und uns.

Lust auf einen Coffee?

Ohne Pitch, ohne Folien-Schlacht. Eine Stunde, in der wir herausfinden, ob da etwas ist, das wir gemeinsam größer machen können.

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